Was Dich aggressiv macht! Teil #1

„Ich verstehe nicht, weshalb Du dich so aufregst, das ist doch alles gar nicht so schlimm!“

Kennst du auch diese Situation? Du platzt vor Wut und deine Atmung stockt, während dein Gegenüber lapidar meint, dass er/sie grad gar nicht versteht, was dich so in deinen Ärger bringt.  Das tut weh!

Was Dich aggressiv macht! Teil #1  

Manchmal ist es die U-Bahn, die vor der Nase weggefahren ist, ein anderes Mal ist es ein blöder Spruch, dann wiederum sind es fiese Kollegen oder ganz einfach ärgerst du dich, weil wieder mal alles nicht fertig geworden ist, was du dir vorgenommen hast.

Keine Sorge! Mit deinem Ärger und solchen Situationen bist du bist nicht alleine!

Es gibt unzählig viele Anlässe für unseren Ärger oder unsere Wut. Manche Anlässe sind für eine Mehrzahl von uns Ärger auslösend, manche Anlässe sind so individuell, wie wir Menschen es sind.

Welche konkreten Auslöser machen Dich aggressiv?

Sobald Du die Auslöser für deinen Ärger, deinen Wutanfall erkennst, kannst du Dich besser verstehen und die Situationen lösungsorientiert gestalten.

Deshalb erkläre ich dir zuallererst unserer biologischen Grundlage für das Entstehen von Ärger, Wut und aggressiven Handlungen. Die Zusammenfassung: Es sind immer Situationen, die wir subjektiv als Bedrohung wahrnehmen. Und dieses Bedrohungsgefühl löst in Folge oftmals aggressive Gefühle und aggressives Verhalten in uns aus.

Weshalb ist das so?

Unerfüllte Bedürfnisse wie Hunger, Durst oder Gefühle, die wir als psychischen oder physischen Schmerz erleben, kategorisiert unser Gehirn als Lebens-Bedrohung und aktiviert ein Überlebensprogramm. Wir wollen dann oftmals mit aggressivem Gefühlen und Verhalten unser Überleben sichern. Manche Menschen fallen aber auch in eine Starre oder flüchten vor der Bedrohung. Je nach Situation, deren Konsequenzen, unseren vorhandenen Ressourcen und unserer persönlicher Prägungsgeschichte gehen wir mit Bedrohungen unterschiedlich um.

Stell Dir vor, dein Chef oder deine Schwiegermutter sind Tyrannen, und machen Dir seit Jahren das Leben schwer.  Der Chef kritisiert dich trotz Höchstleitungen und Erfolge und suhlt sich als Hero auf der Basis deiner Leistungen. Du fühlst Dich ignoriert und in deinen Bemühungen nieder geschmettert.

Die Schwiegermutter macht dich jedes Mal vor anderen nieder, in dem sie deine Macken immer wieder zum Besten gibt und meint, du wirst wohl nie das bringen, was sie sich von einem Schwiegersohn gewünscht habe.

Beide hast du bereits in deinen Fantasien von deinem Leben verabschiedet und sie weit weg von Dir verbannt. Aber im richtigen Leben hast du zwar bereits mit beiden gesprochen und deinen Unzufriedenheit ausgedrückt, aber richtig aggressiv bist du ihnen noch nicht begegnet. Aus einfachen Gründen: Du willst weder deinen Job, noch deine Ehefrau verlieren.

Das spannende an unseren biologischen Grundlagen ist, unser Gehirn unterscheidet physische und soziale Bedrohungen nicht. Ein körperlicher Schmerz wird wie eine soziale Ausgrenzung oder soziale Ungerechtigkeit abgebildet und löst dieselben Überlebensprogramme aus. Das bedeutet, eine soziale Demütigung wird gleich schmerzhaft erlebt wie ein erheblicher Schlag auf den Körper.

Deshalb führen folgende soziale Situationen oftmals zu großem Ärger, rasender Wut oder aggressivem Handeln.

  • Respektlos erlebte Begegnungen
  • Auffahren im Straßenverkehr (Angriff auf die eigenen Persönlichkeit)
  • Zu lange Wartezeiten (Frustration und Stress)
  • Wenn wir ausgenützt werden (Ungerechtigkeit)
  • Öffentlich vorgetragene Kritik (Angriff auf die eigene Persönlichkeit)
  • Ignoranz (Ausgrenzung)
  • Verlust von wichtigen Personen oder Materialien (Überforderung).

Diese Aufzählung ist nicht vollständig, sie soll dir aber zeigen wie viele Möglichkeiten es gibt, sich bedroht und angegriffen zu fühlen.

TIPP:

  1. Achte stets darauf, woher dein Ärger oder deine Wut kommen und ob diese Situation eine reale Bedrohung darstellt oder dein Gehirn dir dies vorgibt.
  2. Hinterfrage die Wut ,den Ärger deines Gegenübers. Eventuell stuft er dich oder die Situation als Bedrohung ein und verhält sich nicht entsprechend dem aktuellem Geschehen, sondern aufgrund seiner gefühlten Bedrohung.
  3. Hinterfrage den Ärger oder die Wut, um die jeweils gefühlte Bedrohung aus dem Weg zu räumen. Nur wenn du das schaffst, kannst du konstruktiv handeln oder dein Gegenüber zu konstruktive Handeln hinführen.

Bedenke immer, soziale Situationen, die solche negativen Gefühle hervorrufen, überfordern nicht nur Dich, sondern auch dein Gegenüber. Überlasse es nicht dem Zufall, wie ihr mit der Bedrohung umgeht, sondern versuche stets diese Art von Bedrohung zu vermeiden oder sie aktiv aufzulösen.

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Deine Evelyn

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